Anziehungspunkt für spontane Besuche

Anziehungspunkt für spontane Besuche – Mühle Liesebach
Neben den von langer Hand geplanten Führungen mit festem Ablauf – Begrüßung, Kaffeetafel, Einführung, Rundgang und Abschlussgespräch – sind es oft gerade die spontanen Besuche, die für besonders schöne und unvergessliche Begegnungen sorgen. Gleich zwei solcher Besuche konnten wir in den vergangenen Tagen erleben.
Gäste aus den Niederlanden auf dem Weg nach Berlin
Lean Bartelink und Jan Adolfsen aus Oldenzaal in den Niederlanden waren auf dem Weg nach Berlin und legten auf dem Campingplatz in Räbke einen mehrtägigen Zwischenstopp ein. Bei einem Spaziergang durch das Dorf wurden sie auf die Mühle Liesebach aufmerksam und erfuhren, dass es sich um eine historische Wassermühle handelt. Da es in ihrer Heimat ebenfalls zahlreiche „watermolens“ gibt, wollten sie die Gelegenheit nutzen, eine niedersächsische Wassermühle kennenzulernen.
Zur gleichen Zeit war auf dem Mühlengelände reger Arbeitseinsatz. Das Team „Spezielle Operationen“ mit Gerhard Gödecke, Dietmar Hoffmann, Franz Dekilinski und Peter Gehre verschalte die Dachsparren in der nördlichen Tordurchfahrt. Parallel bauten Udo Sindermann und Klaus Röhr gemeinsam mit Ursula Rosen und Gabi Schröder die Stationen für die Ferienpassaktion auf.
Mitten in diese Arbeiten hinein fragten die beiden niederländischen Gäste freundlich nach einer Besichtigung. Für den Vorsitzenden war dies eine willkommene Abwechslung. Obwohl er selbst noch keine holländische Wassermühle von innen gesehen hatte, vermutete er sofort den größten Unterschied: Aufgrund der deutlich flacheren Landschaft rund um Oldenzaal dürften dort überwiegend unterschlächtige Wasserräder eingesetzt werden. Lean und Jan bestätigten diese Vermutung umgehend.
Lean Bartelink und Jan Adolfsen aus den Niederlanden
Es entwickelte sich ein interessanter Rundgang durch alle Ebenen der Mühle. Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste von der historischen Papierherstellung mithilfe der Wasserkraft. Darüber hinaus blieb ausreichend Zeit für persönliche Gespräche. Dabei stellte sich heraus, dass Jan als Berufsschullehrer für Elektrotechnik an einer großen Bildungseinrichtung tätig ist – ein Thema, das beim Besucherführer auf besonderes Interesse stieß.

Nach gut einer Stunde entstand zum Abschluss noch ein Erinnerungsfoto für unsere Website. Anschließend kehrte das Arbeitsteam zu seinen Aufgaben zurück, während Lean und Jan ihre Reise in Richtung Bundeshauptstadt fortsetzten.
Wir bedanken uns herzlich für den spontanen Besuch und das große Interesse an der Mühle Liesebach. Für die Weiterreise nach Berlin wünschen wir alles Gute und viele schöne Eindrücke.
Radler auf großer Tour
Nur wenige Tage später sorgte ein Radlerpaar für eine angenehme Unterbrechung des Arbeitsalltags. Georg Meßner und Apinya Kumhad waren, voll bepackt, von Burg bei Magdeburg in Richtung Westen unterwegs. Apinya, gebürtige Thailänderin, wollte in Hannover eine Freundin besuchen. Nach der ersten Etappe bis Haldensleben sollte die nächste Übernachtung im Raum Braunschweig erfolgen.
Vor der Mühle Liesebach legten die beiden auf der von Gerhard und Luise Gödecke gespendeten Eichenbank eine Trinkpause ein. Der Vorsitzende, der gerade in eine Baumaßnahme der Miteigentümerinnen eingebunden war, bemerkte das Radlerpaar und bot seine Unterstützung an. Schnell entwickelte sich ein Gespräch, in dessen Verlauf Georg Meßner vorsichtig fragte, ob eine Besichtigung des technischen Denkmals möglich sei.

Apinya Kumhad und Georg Meßner
Auch diesmal wurde die Arbeit gern für eine Führung unterbrochen. Die Besucher lernten die Geschichte und Technik der Mühle kennen und bekamen alle besonderen Sehenswürdigkeiten gezeigt. Besonders begeistert zeigte sich Apinya vom Römer-Mahlstein. Sie berichtete, dass ähnliche Mahltechniken auch in ihrer Heimat Thailand zur Mehlherstellung bekannt sind.
Nach knapp einer Stunde setzten Georg und Apinya ihre Reise – mit ausreichendem Abstand zur Bundesstraße 1 – in Richtung Braunschweig und weiter nach Hannover fort.
Auch euch wünschen wir weiterhin eine gute Fahrt, viele schöne Begegnungen unterwegs und ein fröhliches Wiedersehen der beiden Freundinnen.


Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!