LiSSi ante portas

Mit dem Bike über den Elm
Vier Jahre ist es her, dass die Räbker Mühlenfreunde erstmals von LiSSi hörten. Eigentlich kein Wunder: Der Elm ist nicht nur ein bewaldeter Höhenzug, sondern oft auch eine unsichtbare Grenze zwischen Lebens- und Kulturräumen. Wer auf der Helmstedter Seite zu Hause ist, kennt die Samtgemeinde Sickte meist nur vom Hörensagen. Und umgekehrt dürfte es ähnlich sein. Nicht selten bewegen wir uns mit unserem Wissen über die Nachbarschaft auf dem sprichwörtlichen Holzweg.
LiSSi – Generationsübergreifend gut leben in der Samtgemeinde Sickte – möchte genau solche Grenzen überwinden und Menschen miteinander ins Gespräch bringen. Am Dienstag, dem 2. Juni, startete deshalb eine siebenköpfige Gruppe mit E‑Bikes Richtung Räbke. Als Wiederholungstäter dabei Hans-Peter Sauer, Sprecher von LiSSi und Klaus Kämpfe-Burghardt, Galerie Kulturhaus Dettum. Die Route führte über Schöppenstedt und Eitzum, vorbei an den derzeit trockenen Schunterquellen, hin zur Armen Reihe und schließlich zur Wassermühle Liesebach.
Nach gut zwei Stunden Aufenthalt in der Mühle machten sich die Gäste wieder auf den Heimweg und trotzen dem aufziehenden Gewitter ebenso erfolgreich unter dem Schutz des Schöppenstedter Rathauses.
Präsentation, Kaffee und Kuchen
Entspannt in den Nachmittag
Der Nachmittag begann bei Kaffee und Kuchen in entspannter Atmosphäre. Schnell zeigte sich, dass die Herausforderungen in den Gemeinden diesseits und jenseits des Elms erstaunlich ähnlich sind. Ob Windenergie, Bürgerbeteiligung oder ehrenamtliches Engagement – die Themen verbinden mehr, als sie trennen. Für die Samtgemeinde Nord-Elm waren Klaus Röhr, Dietmar Hoffmann, Margit Lünse, Roswitha Röhr und Christian Lubkowitz nicht nur zahlenmäßig stark vertreten, sondern brachten sich auch engagiert in die Gespräche ein.

Im Mittelpunkt der Präsentation des Vereinsvorsitzenden standen die Entwicklungen seit dem ersten Besuch im Jahr 2022. Besonderes Interesse fanden das LEADER-Projekt mit seinen acht Gewerken sowie die Aktivitäten rund um den Deutschen Mühlentag. Diese Themen begleiteten die Gäste anschließend auch bei der Mühlenführung, die Dietmar Hoffmann übernahm.

Wie so oft sorgte vor allem die Papiermacherei für Staunen. Die Verbindung von historischer Technik, Handwerk und kreativer Weiterentwicklung stieß auf großes Interesse. Zugleich wurde deutlich, wie viel Potenzial noch darin steckt, dieses besondere Kapitel der Räbker Mühlengeschichte weiter auszubauen.

Fahrradparade
Das Fazit des Nachmittags liegt auf der Hand: Nicht nur die Gäste aus Sickte sollten den Weg über den Elm wagen. Auch der Mühlenverein kann von einem Blick über den Höhenzug profitieren. Denn auch dort engagieren sich kreative Ehrenamtliche mit Herzblut für regionale Kultur und lebendige Gemeinschaft.
Ein aktuelles Beispiel bietet das Galerie Kulturhaus in DETTUM. Unter dem Titel „AUF DEM holzweg“ lädt die Galerie derzeit zu einer Ausstellung und begleitenden Veranstaltungen ein. Ein Besuch lohnt sich – ganz sicher nicht über einen Holzweg.
Frei nach Martin Buber: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“


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