Dritter TSO-Einsatz des Jahres

Hochbetrieb am dritten TSO-Einsatz des Jahres
Eigentlich sollten die Einsätze des Teams Spezielle Operationen (TSO) in diesem Jahr gemäßigt beginnen. Doch bereits am letzten Mittwoch, dem dritten Ehrenamtstag des Jahres nach der außergewöhnlich langen Frostperiode, herrschte wieder Hochbetrieb.
Gleich zu Beginn des Arbeitstages versammelten sich alle Mitglieder des Teams auf dem Papierboden. Erfreulicher Anlass war die Besichtigung von drei Egoutteuren, die der Mühle als Leihgabe vom Haus der Papiergeschichte aus Lachendorf durch den Vorsitzenden Thomas Kottonau überlassen wurden.

Bei einem Egoutteur handelt es sich um eine Wasserzeichenwalze, die bei der industriellen Papierherstellung die Struktur des Papiers verbessert und durch Stoffverdrängung die charakteristischen Wasserzeichen bei Qualitätspapieren erzeugt (siehe auch…). Eine offizielle Übergabe soll am Deutschen Mühlentag 2026 erfolgen.

Spender Martin Jörck
Kurze Zeit später traf Martin Jörck aus Schmalfeld ein, einem Dorf nördlich der Weltstadt Hamburg. Der Bruder unseres TSO-Mitglieds Hartmut Jörck war bereits in den frühen Morgenstunden mit seinem Gespann nach Räbke aufgebrochen. Auf seinem Anhänger befanden sich eine Ley-Schrotmühle und eine Heckenmüller-Quetsche. Diese Aggregate übergab Martin Jörck als Spende an unseren Verein, da er selbst keine Verwendung mehr dafür hatte.
Das Entladen funktionierte in einem Dorf mit gewachsener, harmonischer Struktur erfreulich unkompliziert. Der Landwirt Hans-Heinrich Lippelt (siehe Titelbild) stellte kurzerhand seine beginnende Frühjahrsbestellung zurück, erschien mit seinem Frontlader, nahm die Maschinen auf und stellte sie an den vorgesehenen Plätzen ab.
Ley-Schrotmühle am vorläufigen Standort
Eine erste Inspektion der Baugruppen sowie die Beurteilung ihres Istzustandes erfolgten unmittelbar vor Ort durch unser Fachpersonal.

Eine erste Inspektion der Baugruppen sowie die Beurteilung ihres Istzustandes erfolgten unmittelbar vor Ort durch unser Fachpersonal.
Parallel dazu liefen wichtige Arbeiten auf dem Sichterboden. Profilbretter wurden beschichtet, und zwei begnadete Zimmerleute verschalten die zuvor unansehnlichen Flächen zwischen den Dachsparren. In den 1960er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts war es noch üblich, unter den Ziegeln keine Unterspannbahnen zu verlegen.

Nach einem vielstündigen und arbeitsreichen Einsatz endete der Tag schließlich mit einem Hallerkuchenschmaus, den das TSO-Mitglied Peter Gehre allen anwesenden Mühlenfreunden kredenzte.
Ein herzlicher Dank gilt allen Spendern und Ehrenamtsmitgliedern – so kann es weitergehen.


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