GEOPARK-Nachhaltigkeitstag

GEOPARK-Nachhaltigkeitstag in der Mühle
Die Macht der Quelle: Wasser – Wissen – Verantwortung
Kaum ein Begriff wird heute so häufig bemüht wie Nachhaltigkeit. Ursprünglich aus der Forstwirtschaft stammend, umfasst er drei Dimensionen: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Über die richtige Auslegung und Umsetzung wird mitunter kontrovers diskutiert. Doch das Wasser eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen ist, und Schutz verdient, sollte außer Frage stehen.
Auch die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen greifen dieses Thema auf. Ziel 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen verbindet den Zugang zu Trinkwasser und Hygiene mit Wasserqualität, effizienter Wassernutzung und dem Schutz wasserbezogener Ökosysteme.
Für eine Wassermühle liegt der Bezug auf der Hand: Ihr Antrieb kommt aus der Natur. In Räbke ist es die Schunter mit ihren Quelltöpfen, deren Wasser die Mühlengeschichte seit Jahrhunderten prägt.

Ein Quelltopf der SCHUNTER
Der UNESCO Global Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen (HBLO) widmet seinen diesjährigen Nachhaltigkeitstag deshalb der Bedeutung von Quellen – und hat dafür die Mühle Liesebach als Veranstaltungsort gewählt. Das passt gleich doppelt: Die Mühle ist Mitglied im Geopark-Trägerverein und eng mit dessen Geschäftsstelle in Königslutter vernetzt.
So macht Wasser Spaß
Quellen sind geologische Besonderheiten, wertvolle Lebensräume und wichtige Wasserressourcen. Zugleich haben sie die Kulturgeschichte und die Entwicklung unserer Landschaft geprägt. Das Symposium beleuchtet diese Zusammenhänge und fragt, wie wir angesichts des Klimawandels und veränderter Wasserverfügbarkeit verantwortungsvoll mit Wasser umgehen können

Am Samstag, 7. November 2026, ab 10 Uhr lädt der Geopark gemeinsam mit der LEB und dem Räbker Förderverein Mühle Liesebach zum Symposium „Die Macht der Quelle: Wasser – Wissen – Verantwortung“ ein.

Fachwissen aus der Region
Das Programm vereint Perspektiven aus Geologie, Gewässerökologie, Stadtplanung und Gewässerunterhaltung. Nach der Begrüßung durch Klaus Röhr, Vorsitzender des Räbker Fördervereins, und Gerhard Radeck, zweiter Vorsitzender des Geopark-Trägervereins, stehen folgende Beiträge auf dem Programm:
- Dr. Henning Zellmer, Geologe und Leiter der Geopark-Geschäftsstelle: „Geologie und Wasser rund um den Elm“
- Alina Pfening, Stadtplanerin (M. Sc.): Der Lutterspring als Quellort der Gegenwart
- Firouz Vladi, Diplom-Geologe: Die Quellen des Südharzer Gipskarstes zwischen Märchen, Forschung und Trinkwasser
- Fabian Schwarz, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Gewässerökologie im Nationalpark Harz: Besonderheiten, Fauna und Monitoring der Harzer Quellen
- Werner Denneberg, Verbandsvorsteher des Unterhaltungsverbandes Schunter: „Renaturierung – Nicht alles Gold, was glänzt“
- Dr. Volker Wilde, Geologe und Vorsitzender des Geopark-Beirats: Natürliche Salzquellen und Beispiele aus der Geopark-Region
Eine abschließende Podiumsdiskussion führt die unterschiedlichen Perspektiven zusammen.

Ohne Quellen keine Mühlen
Der Geopark-Nachhaltigkeitstag findet jährlich zu wechselnden Themen statt. Er verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit Fragen, die unsere Region ganz konkret betreffen.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung bis zum 30. Oktober 2026 wird per E‑Mail erbeten unter info@geopark-hblo.de
Hinweis zur Anfahrt: Die direkte Zufahrt auf den Mühlenhof ist nicht gestattet. Parkmöglichkeiten gibt es am Straßenrand der Straße „Arme Reihe“ sowie in der Dorfmitte.


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